Unser Aufenthalt in Istanbul ist schon wieder eine ganze Weile her; jetzt habe ich es endlich geschafft ein paar Fotos zu einer kleinen Foto-Show (~10Min.) zu verarbeiten.
Unter Anderem mit Fotos der Hagia Sophia, der Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee), des Topkapi Palast und Ausblicken vom Galataturm.Viel Spaß beim Anschauen.
Es gibt zig Verbote in Singapur und man sollte sich schon vor der Reise gründlich informieren, sonst bekommt man vielleicht schon bei der Einreise Probleme.
Aber auch, wenn man bereits in Singapur ist heißt es aufpassen, denn die zahlreichen Verbote werden auch gegen Ausländer durchgesetzt. Im Vergleich zur Todesstrafe (z.B. bei kleinsten Drogendelikten) klingt die Prügelstrafe fast noch harmlos, was sie aber bestimmt nicht ist. Selbst bei kleinen Vergehen werden zum Teil heftige Geldstrafen verhängt - also Vorsicht!
[20.10.2006]
Am 19. Oktober in Frankfurt losgeflogen und nach ca. 12 Stunden endlich in Singapur angekommen. Wir hatten uns entschieden auf dem Weg nach Australien einen kurzen Zwischenstopp in Singapur einzulegen. Da wir nach so einem Flug und der Hektik vor dem Abflug keine Lust hatten uns auch noch auf eigene Faust den Weg in die Stadt zu bahnen und ein Hotel zu suchen hatten wir glücklicherweise den Transfer und das Hotel gleich mitgebucht.
Singapur - Little India
Der Fahrer wartete schon auf uns, als wir endlich durch die Kontrollen waren und unser Gepäck hatten. Nur einen Schritt aus dem klimatisierten Gebäude heraus und unsere Klamotten klebten am Körper. Es war feucht-schwühl-warm und begann bereits dunkel zu werden.
Die Fahrt war angenehm, der Fahrer freundlich und wir konnten die ersten Blicke auf diese Stadt geniessen. Unser Hotel “Miramar” lag etwas außerhalb des Zentrum, trotzdem war es mit 80 EUR/Nacht, inkl. einer Halbtagestour und der Flughafentransfers, eines der teuersten und ordentlichsten Hotels unserer kommenden Reise.
Trotz der Anstrengungen der letzten Tage und des ungewohnten Klima haben wir uns nach einer kurzen Pause auf den Weg nach “Little India” gemacht; dort wurde “Happy Deepavali!” gefeiert.
Nachtrag: Mitte Dezember 2006 sind wir mit dem “Indian Pacific” für einige Tage von “Adelaide” nach “Broken Hill” gefahren.
Einen Bericht liefern wir vielleicht noch nach - jetzt gibt’s erstmal nur die Fotos von Broken Hill und Umgebung. Die übliche kleine Slideshow gibt’s, wie immer, bei Flickr.
Auch für die Fahrt von Malaka nach Singapur haben wir uns wieder einen bequemen Bus gegönnt; dafür hat die ca. 3 stündige Fahrt immerhin fast 5 EUR gekostet.
Shop in Chinatown - Singapur
Der Grenzübertritt von Malaysia nach Singapur war für uns, weil wir den Ablauf nicht kannten, etwas ungewohnt.
Auf der malaysischen Seite alle aus dem Bus raus, die Treppe hoch, den Ausreise-Stempel in den Pass drücken lassen, hinten wieder eine andere Treppe runter und in den Bus, der die 50m zwischenzeitlich gefahren war.
Bei der Einreise nach Singapur wieder aus dem Bus raus, dieses Mal mit dem gesamten Gepäck, mehrere Treppen hoch in eine Halle wie am Flughafen, Passkontrolle und danach noch das Gepäck durchleuchten lassen. Alles OK, dann schnell wieder hinten raus zum wartenden Bus.
Shophouses - Chinatown - Singapur
Bei unserem ersten Aufenthalt in Singapur Mitte Oktober 2006, am Anfang unserer Reise, waren wir in einem Hotel abgestiegen. Dieses Mal hatten wir “nur” ein Zimmer mit Bad im Hostel “A Travellers Rest-Stop” in Chinatown über’s Internet bei “BookHostels” gebucht. Da Unterkünfte hier recht teuer sind, diesbezgl. ist Singapur die teuerste Stadt in Süd-Ost-Asien, kostet so ein kleines, einfaches Zimmerchen 35 EUR pro Nacht, im Vergleich zum Hotel (ca. 75 EUR) ein Schnäppchen. Nach unseren Erfahrungen mit lästigen BedBugs in Kuala Lumpur (in Melaka hatten wir zum Glück Ruhe vor den Tierchen) haben sofort nach Ankunft erstmal nach Spuren der Kleinen gesucht und wieder einige Meter doppelseitiges Klebeband geklebt. Soweit sah alles ganz OK aus und wir machten uns auf zu einem kleinen Spaziergang durch Chinatown.
Wenig Berührungsängste - Indischer Tempel in Chinatown
Am Abend kam leider die böse Überraschung - BedBugs. In Kurzform: Hostelbetreiber informiert, Spray bekommen, Zimmer ausgesprüht, am nächsten Tag wurde angeblich ein Unternehmen beaufragt das Zimmer zu “bearbeiten”, das komplette Bettzeug wurde gewechselt, die Vorhänge gewaschen und wir mussten für die Nacht nix zahlen, aber leider hat alles nix geholfen, am Abend haben wir wieder lebende Bugs gefunden. Der Vermieter war natürlich genauso wenig begeistert wie wir (bei uns kam noch die Sorge hinzu die Tierchen mit nach Hause zu schleppen) und empfahl uns ein anderes Hostel zu suchen, weil seine Möglichkeiten erschöpft seien. Wir wurden mehr oder wenig hinausgebeten. Immerhin versuchte er uns bei der Suche zu helfen und schliesslich entschieden wir uns für ein Haus der Budget-Hotelkette “Hotel 81” nur wenige Meter um die Ecke, aber auch etwas teurer (~100 S$). Bis 14 Uhr hatten wir den Umzug hinter uns und auch das Gepäck noch mal abgesucht und eingesprüht. Ab diesem Zeitpunkt haben wir zum Glück keine BedBugs mehr gesehen - endlich. Dass einige Zimmer im EG des Hotels auch stundenweise vermietet wurden sollte uns nicht stören. Das Zimmer war ordentlich, es gab es vernünftiges Bad und nicht nur eine “Naßzelle” und war somit seinen Preis wert. Zum “A Travellers Rest-Stop” ist noch zu sagen, dass es abgesehen von den BedBugs (für die der Vermieter recht wenig kann) und der recht kleinen Küche ein nettes Hostel ist; bunt, freundlich und mit sehr hilfbereitem freundlichen Personal.
Da Singapur die vorerst letzte Station unserer Reise war wollten wir hier endlich ein bisschen “shoppen”. Trotzdem haben wir uns noch Zeit für den Besuch des sehr sehenswerten “Asian Civilisation Museum” genommen.
Asian Civilisation Museum - Singapur
Die Ausstellung ist so umfassend, dass man es an einem langen Nachmittag kaum schafft alles anzuschauen, obwohl die Exponate sehr schön präsentiert und durch Multimedia-Installationen unterstützt werden. Im Gebäude befindet sich auch ein Café in dem man sich zwischendurch stärken kann.
Singapur Art Museum - bei trübem Wetter
Auch am Singapur Art Museum (SAM) sind wir nicht vorbeigekommen und haben es nicht bereut; nicht nur, weil wir wegen einer Aktion keinen Eintritt zahlen mußten, sondern weil die gezeigten Bilder und Arbeiten mit interessanten Erläuterung und Infos zu einer lebendigen Ausstellung verbunden wurden. Ausserdem ist schon das Gebäude sehenswert.
Was machen die Einwohner dieser Stadt am Liebsten? Essen und Shoppen. So ist es auch kein Wunder, dass Singapur für manche ein Shopping-Paradies ist. In der Orchard-Road steht ein Einkaufstempel neben dem anderen, aber die Preise sind hier selten die günstigsten. Wer sich für Computer und Elektronik interessiert sollte mal ins “Sim Lim Center” schauen. Junge Mode findet man eher nahe der MRT-Station “Bugis”. Die Vielzahl der Kaufhäuser und Shopping Center ist unüberschaubar und ständig werden neue Häuser eröffnet und alte abgerissen. Schuhe und Handys sind hier besonders günstig, wobei man bei allen elektronischen Artikeln die Preise genau vergleichen und auf eine international gültige Garantie achten sollte. Trotz des riesigen Angebotes findet man nicht immer was man sucht, weil sich die Geschmäcker, Schnitte, Figuren, Materialien usw. doch unterscheiden. Ein paar Basis-Infos zum “Shoppen” gibt’s auch bei WikiTravel.
U-Bahn Station - Die Züge fahren hinter Glas ein
In Singapur kann man sich prima mit der U-Bahn MRT (Mass Rapid Transit) fortbewegen. Besonders bequem ist es, wenn man sich eine EZ-Link-Karte (Guthabenkarte) besorgt. Die gibt es an fast jedem Bahnhof am Schalter zu kaufen. Dort kann man sie später auch wieder “aufladen” lassen. Vorteile sind, dass man kein passendes Kleingeld mehr braucht und die ohnehin schon günstigen Fahrten noch günstiger sind. Nicht genutztes Guthaben kann man sich auf Ende des Aufenthaltes abzgl. einer kleinen Gebühr wieder auszahlen lassen. Der Kauf so einer Karte rechnet sich, wenn man gerne U-Bahn fährt, bereits wenn man nur wenige Tage in Singapur ist. Zurück in Deutschland frägt man sich dann warum es hier (Stuttgart) sowas noch nicht gibt. Infos zur EZ-Link-Karte gibt’s auch bei Wikipedia.
Singapur - T-Shirt
“Singapore is a fine city.”
“Fine” kann man mit “schön”, aber auch mit “Geldstrafe” übersetzen. Dieses Wortspiel liest man immer mal wieder. Es ist eine Anspielung auf die teilweise extremen Bußgelder und Strafen die selbst für kleinere Vergehen angedroht, aber selten durchgesetzt werden. Anders sieht es bei Drogendelikten aus; hier wird hart durchgegriffen und bisher in der Regel die Todesstrafe verhängt.
Bei unserem zweiten (kurzen) Aufenthalt in Singapur haben wir nicht besonders viele neue Fotos gemacht, aber das eine oder andere werden wir später bei den Singapur-Fotos oder bei Flickr bereitstellen.
Alle 3 Namen stehen für die gleiche Stadt. Nur ca. 2,5 Stunden hat die Fahrt im sogenannten VIP-Bus von Kuala Lumpur nach Malakka gedauert.
Schön renovierte Häuser in Chinatown
VIP-Bus heisst in diesem Fall, daß man in einem recht modernen, klimatisierten Reise-Bus mit nur 3 großen, bequemen Sitzen (Sesseln) pro Reihe, gemütlich durch die Gegend in Richtung Ziel chauffiert wird. Im Vergleich zu “normalen” Bussen kostet der Spaß kaum mehr, ist aber wirklich sehr angenehm; zumindest wenn die Klima-Anlage funktioniert und nicht auf Kühlschrank-Temperaturen eingestellt ist.
Der recht moderne Bus-Bahnhof liegt etwas außerhalb und wenn man keine Lust hat auf den passenden Bus in die Stadt zu warten, kann man für ca. 12-15 Ringit (3-4 EUR) die paar Kilometer mit dem Taxi fahren.
Da wir nach unseren leidvollen Erfahrungen Ruhe vor BedBugs haben wollten und glauben, dass diese Tierchen in ordentlichen Hotels seltener vorkommen, haben wir das Hotel Mimosa gebucht. Für etwas über 100 RM nicht gerade ein Super-Schnäppchen, aber dafür recht ordentlich, mit Frühstück, nettem Personal und ohne Bedbugs. Endlich ein paar ruhige Nächte ohne Insekten-Sprays und ohne neue Bisse am nächsten Morgen.
Die Stadt ist recht groß und hat laut Wikipedia-Eintrag für Malakka ca. 370.000 Einwohner. Da wir nur 2 Tage für Melaka eingeplant hatten, haben wir uns auf das historische Zentrum und Chinatown konzentriert.
Die Sehenswürdigkeiten liegen so nah beieinander, dass man ohne Probleme alles zu Fuß erreichen kann. Wem’s zu viel ist, der kann ein Fahrrad-Rikscha inklusive Fahrer stundenweise buchen.
In Chinatown findet man in kleinen Gassen, teilweise nette Lädchen in hübsch renovierten Häusern. Dort findet man Kunsthandwerk, Souveniers, Mode, uvm.
Cheng Hoon Teng Tempel
Außerdem steht in Chinatown der angeblich älteste chinesische Tempel in ganz Malaysia. Der “Cheng Hoon Teng”-Tempel wurde 1646 gegründet. Die junge Frau auf obigem Foto betet nicht, sondern bittet in einer wichtigen Frage um Rat; dazu schüttelt sie einen Behälter mit Stäbchen. Jedes Stäbchen hat eine Kennung die mit einer bestimmten Bedeutung verbunden ist. Das Stäbchen, dass als Erstes herausfällt oder zumindest deutlich weiter herausragt weist dem Fragenden den Weg.
Mal keine Hocker, sonder richtige Plasikstühle
Natürlich gibt’s auch hier wieder zahlreiche Straßen-Restaurants, einfache Garküchen und nette Cafés; besonders am Wochenende, wenn zusätzlich der Nacht-Markt aufgebaut wird ist jede Menge los. An anderen Tagen kann es in dem einen oder anderen Restaurant schon mal recht ruhig sein.
Wobei hier auffällt, dass es schon ein bisschen “ordentlicher” zugeht. Zumindest teilweise gibt es richtige Tische und Stühle.
Insgesamt hat uns Chinatown, der Nachtmarkt, die Tempel, die kleinen Läden und die gesamte Stimmung sehr gut gefallen.
Im historischen Zentrum der Stadt findet man verschiedene Gebäude als Zeugen einer bewegten Vergangenheit. So waren neben den Niederländern auch die Portugiesen einige Jahre Herrscher über die Stadt und haben ihre Spuren hinterlassen. Mehr Infos zur Geschichte, Kultur und den Sehenswürdigkeiten findet man bei Wikipedia.